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Vergangenheit und Zukunft

1980
Seit 1980 wurde der bundesweite Mangel an Betreuungs- und Unterbringungsmöglichkeiten für Jugendliche und junge Erwachsene, die von einer seelischen Erkrankung betroffen oder einer psychischen Behinderung bedroht sind, immer drängender. Dies galt ebenso auch für Köln und dessen Umland.

1990 – 1999
In dieser Zeit entstand seitens der Karl Immanuel Küpper-Stiftung und der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität zu Köln eine Initiative zum Aufbau von zwei stationären Wohngruppen, welche auf das Versorgungskonzept von Köln zugeschnitten sein sollten. Sie sollten eine wohnortnahe Betreuung und Versorgung von Jugendlichen und jungen Volljährigen, deren Teilhabe an der Gesellschaft in wichtigen Lebensbereichen erheblich beeinträchtigt ist, gewährleisten. Diese Initiative wurde durch die zuständigen Kölner Behörden (Zentrales Jugendamt der Stadt Köln, Gesundheitsamt der Stadt Köln, Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität zu Köln, Landesjugendamt Rheinland) unterstützt und mündete letztlich in die Gründung des Robert Perthel-Hauses.

1.4.1999
Das Robert Perthel-Haus startete zunächst mit einer stationären Wohngruppe mit acht Wohnheimplätzen. Noch im gleichen Jahr wurde eine weitere Wohngruppe dieser Art im selben Gebäude eröffnet. Im Jahre 2000 folgte das erste Verselbständigungsappartement im Hause, wenig später die erste Wohnung außerhalb des Robert Perthel-Hauses.

2004
Innerhalb des Robert Perthel-Hauses wurde die erste möblierte Trainingswohnung als integraler Baustein der stationären, pädagogisch-therapeutischen Intensivwohngruppen eingerichtet.

2006
Die Intensivpädagogische Verselbständigung (IPV), die den Übergang von den Wohngruppen zu einem möglichst eigenständigen Leben außerhalb des Robert Perthel-Hauses begleitet, wurde im Mai 2006 eröffnet. Im Dezember desselben Jahres folgte die betreute Wohngemeinschaft mit 5 Plätzen außerhalb des Robert Perthel-Hauses. Weitere KlientInnen werden in anderen Wohnformen im Stadtgebiet betreut.

2009
Ein Ferienhaus in Norden-Norddeich wird seit 2009 für Gruppenprojekte und Ferienfreizeiten sowie für Einzelförderungsmaßnahmen genutzt.

2013
Am 12. Juni 2013 fand die feierliche Grundsteinlegung des Erweiterungsbaus mit Gästen aus der Nachbarschaft, sowie Fachleuten und Kooperationspartnern statt.

2014
Im August bezogen die Mitarbeitenden der Intensivpädagogische Verselbständigung (IPV) die neuen Büro- und Besprechungsräume im Erweiterungsbau. Seither profitieren sie und die Klientel von den kurzen hausinternen Wegen. Im Oktober nahm die tagesstrukturierende Maßnahme (TaM) ihre Arbeit auf und sorgt seither für ein tagesstrukturierendes Angebot für die, die aktuell keiner schulischen oder beruflichen Beschäftigung nachgehen können. Ebenfalls im Oktober konnte der erste Einzug in eins der neuen Verselbständigungsappartements erfolgen.

2015
Am 18. März 2015 fand die offizielle Einweihungsfeier des Erweiterungsbaus mit Verabschiedung des langjährigen pädagogischen Leiters statt, und im September konnte der von der tagesstrukturierenden Maßnahme (TaM) gestaltete Garten „Die kleine Flora“ eingeweiht werden. Das Robert Perthel-Haus wurde Fördermitglied der Ombudschaft Jugendhilfe NRW.

2017
Die tagesstrukturierende Maßnahme (TaM) hat sich als Start Up-Phase bewährt und ist im Portfolio des Robert Perthel-Hauses fest verankert. Als neuer Baustein ist die tiergestützte Pädagogik hinzugekommen, die den jungen Menschen neue (Selbst-)Erfahrungsräume eröffnet.

Ausblick
Ähnlich wie 1980 verändern sich die Bedarfe junger Menschen mit seelischen Störungen. Das Jugendalter hat sich verlängert und damit auch der Unterstützungsbedarf für junge Menschen (vgl. Shell-Studie 2013). Gleichzeitig bleibt den jungen Menschen immer weniger Zeit, sich zu entwickeln, zu bilden und erwachsen zu werden. Auch ist der Übergang von der Jugend in das Erwachsenenalter wenig eindeutig zu identifizieren, damit auch wenig erkennbar („Verlängerung der Jugend“). In dem Maße, wie sich gesellschaftliche Bedingungen ändern und die individuellen Lebensverhältnisse unkalkulierbar werden, ändern sich auch die Formen der Übergänge im Leben.

Dieser Entwicklung wird das Robert Perthel-Haus auch in den kommenden Jahren Rechnung tragen. Demzufolge ist beabsichtigt, die Formen ambulanter Betreuung von jungen Menschen nach SGB VIII und SGB XII auszubauen. Ergänzend ist der Bau von Wohnmöglichkeiten zur Verselbständigung auf dem Stiftungsgelände geplant.