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Informationen für junge Menschen


Hallo!
Diese Seite richtet sich besonders an junge Menschen, die im Robert Perthel-Haus wohnen oder sich ambulant betreuen lassen möchten. Wir möchten Euch Näheres über das Robert Perthel-Haus mitteilen und erklären, wie unser Angebot für Euch aussehen kann.
Viele von Euch kommen zu uns nach einem Aufenthalt in einer Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, manche auch ohne vorhergehenden Klinikaufenthalt. Voraussetzung ist, dass Ihr ein Gutachten nach § 35a SGB VIII (Eingliederungshilfe in der Jugendhilfe) habt. Die Kosten der Betreuung und Begleitung übernimmt nach Prüfung das Jugendamt der Gemeinde, in der Ihr gemeldet seid und manchmal auch der Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Hier findet Ihr Informationen über unsere stationäre Betreuung und unsere ambulante Betreuung.
Wenn Ihr noch mehr Details wissen möchtet, schaut mal in die nachfolgende Reiter-Tabelle oder in den Bereich »Einrichtung / Informationen für Fachleute«.
Wir freuen uns, wenn Du Dich für das Robert Perthel-Haus interessierst. Bitte nimm Dir etwas Zeit, um diese ersten Informationen aufmerksam zu lesen. Gerne stellen wir Dir das Robert Perthel-Haus vor und erklären Dir, was Dich in den stationären und ambulanten Betreuungsangeboten erwartet.

Aufnahmevoraussetzungen
Wir sprechen vor Aufnahme mit Dir über:
  • Deinen Wunsch, ein möglichst eigenständiges Leben zu entwickeln
  • die Bereitschaft, Dich beraten und betreuen zu lassen
  • die Arbeit an Deinen Zielen: Wir begleiten und unterstützen Dich auf Deinem Weg, aber gehen musst Du ihn selbst! (Eigenverantwortung und Entwicklungsbereitschaft)
  • Deine Motivation, eine geeignete schulisch-berufliche Maßnahme zu absolvieren und auf dem Weg dorthin alle erforderlichen Schritte aktiv mitzugestalten
  • Deine Akzeptanz der Regeln und Grenzen des Robert Perthel-Hauses und eine angemessene Konfliktlösungsbereitschaft
  • ein bestimmtes Maß an Stabilität. Es kann Dir in einer Krise mal schlecht gehen, aber wir müssen wissen, dass Du Deine Absprachen mit uns zuverlässig einhältst.
  • Deine Bereitschaft, mit anderen Menschen in ähnlicher Lebenslage zusammenzuleben und den Alltag gemeinsam zu verbringen (Gruppenakzeptanz)
  • Deine Motivation zur psychiatrischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung
  • Deine Angehörigen und inwieweit deren Mitarbeit sinnvoll und gewünscht ist
Bewerbungsverfahren
  • Erstkontakt: Der erste Schritt ist eine telefonische Kontaktaufnahme mit uns. Du kannst selbst anrufen oder auch z.B. Dein Jugendamt, Dein Psychotherapeut oder Deine Angehörigen.
  • Info-Termin: Das Bewerbungsverfahren beginnt mit der Vereinbarung eines unverbindlichen Info-Termins und dient dem ersten Kennenlernen. Du kannst allein oder in Begleitung kommen.

    Seitens des Robert Perthel-Hauses nehmen die Pädagogische Leitung und eine weitere Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter teil. Im Anschluss an das Gespräch kannst Du Dir das Robert-Perthel Haus anschauen.

  • Bewerbungsunterlagen: Zum Abschluss des Info-Termins überreichen wir den Bewerbungsbogen und den Betreuungsvertrag. Wenn Du durch das Robert Perthel-Hauses betreut werden möchtest, sendest Du uns die vollständigen Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsbogen, aktueller Arztbericht, aktuelles Hilfeplanprotokoll, Kostenzusage nach § 35a und ggf. i.V. m. § 41 SGB VIII) bitte ausgefüllt und unterschrieben zurück.
  • Hospitationstermin: Sollte es darum gehen, dass Du in das stationäre Angebot des Robert Perthel-Hauses einziehen möchtest, findet vor der endgültigen Aufnahmeentscheidung noch ein Hospitationstermin in einer der beiden Wohngruppen statt.
  • Entscheidung: Wenn Du, das Jugendamt und das Robert Perthel-Haus sich für Deine Betreuung entscheiden, kann nach einem Hilfeplangespräch (HPG) die Betreuung beginnen.
Ansprechpartner
Herr Weinmann (Pädagogische Leitung)
Telefon (0221) 76801-17
Telefax (0221) 76801-20
Mail i.weinmann@robertperthel-haus.de
Gemeinsam leben und lernen – mutig eigene Wege beschreiten.
Unser oberstes Ziel ist, dass Du ein möglichst eigenständiges Leben führen lernst – auch wenn Du Dir das heute vielleicht noch nicht vorstellen kannst. Wir nehmen Deinen Wunsch nach einer selbstbestimmten Lebensführung ernst. Dabei beachten wir Deinen individuellen Bedarf, Deine Möglichkeiten und auch Deine Grenzen. Wir schauen gemeinsam mit Dir, wie Dir dieser Weg gelingen kann und welche Unterstützung Du von uns benötigst.

Dazu ist wichtig:
  • Akzeptanz des Betreuungsvertrages

    Der geschlossene Betreuungsvertrag ist Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit – für uns und für Dich.

  • Entwicklung und Umsetzung einer realistischen schulisch-beruflichen Perspektive

    Uns ist wichtig, dass Du eine zu Dir und Deinen Fähigkeiten passende berufliche Planung entwickelst. Dies kann durch den Schulbesuch, eine Ausbildung oder ausbildungsvorbereitende Maßnahme geschehen.

  • Umgang mit der Erkrankung

    Wir möchten Dich unterstützen, einen selbstverantwortlichen Umgang mit Deiner psychischen Krankheit zu entwickeln (Gesundheitskonzept).

  • Umgang mit Freunden und anderen Sozialkontakten

    Wir möchten Dich unterstützen, einen guten Umgang mit Deinen Freunden, Deinem Partner, Deiner Familie und anderen Sozialkontakten zu pflegen oder zu entwickeln.

  • Nachreifen der Persönlichkeit

    Wir bieten Dir die Möglichkeit, hier erwachsen zu werden. Du kannst lernen:

  • Dich herausfordernden Lebenssituationen zu stellen und diese zu bewältigen
  • eine eigene Meinung zu bilden und diese auch gegen Widerstände adäquat zu vertreten
  • die Überzeugung zu entwickeln, Situationen planen, beeinflussen und bewältigen zu können
  • eigene Zukunftsvorstellungen und Ziele zu entwickeln
Die Mitarbeitenden stehen als Ansprechpartner zur Verfügung, um Beziehung, Kontinuität und Vertrauen zu bieten. Individuelle Themen kannst Du mit Deinen Bezugsbetreuern bearbeiten.

Die Betreuung im Robert Perthel-Haus verläuft in verschiedenen Phasen: Startphase, Aktion und Orientierung, Stabilisierung, Ablösung. Schritt für Schritt übernimmst Du mehr Verantwortung. Den Wechsel dieser Phasen besprechen wir gut mit Dir und begleiten Dich aufmerksam und umsichtig.

Der Gesamtaufenthalt und dessen Dauer ist in unserem Verweildauerkonzept festgelegt. Dieses Konzept gilt für alle, wir passen es aber sehr individuell Deinem Bedarf an.
»Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.«
Lao-Tse, etwa 400 – 300 v. Chr.
Natürlich haben wir Erfahrungswerte, wie Dein Weg aus dem Robert Perthel-Haus in ein eigenständiges Leben schrittweise stattfinden kann. Entlang unseres Verweildauerkonzeptes führen wir Dich stufenweise in die Eigenständigkeit – in passenden Schritten, die mal kleiner und mal größer sein können.
  • Wohnversuch: Hier wohnst Du probeweise für eine begrenzte Zeit in einem unserer Trainingsappartements. Anschließend kannst Du entweder in die Gruppe zurück oder machst direkt den nächsten Schritt.
  • Wohntraining: Jetzt bist Du schon so weit, um mit noch mehr Eigenständigkeit in einem unserer Trainingsappartements zu wohnen. Hier kannst Du ausprobieren, wie es ist, deutlich mehr für Dich selbst sorgen und Dein Leben eigenständig planen zu können. Während dieser Phase bereitest Du Dich schon intensiv auf den nächsten Verselbständigungsschritt vor.
  • Intensivpädagogische Verselbständigung (IPV): Während dieser Betreuungsphase gibt es verschiedene Wohnoptionen:
  • Appartements: Im Neubau des Robert Perthel-Hauses stehen Verselbständigungsappartements zur Verfügung, die dann passen können, wenn Du das Gefühl hast, noch viel Unterstützung zu benötigen.
  • Betreute Wohngemeinschaft: Du hast die Möglichkeit, in die Betreute Wohngemeinschaft des Robert Perthel-Hauses einzuziehen. Hier wohnst Du mit anderen jungen Leuten zusammen und wirst durch die MitarbeiterInnen der Intensivpädagogischen Verselbständigung betreut.
  • Einzelbetreutes Wohnen in eigener Wohnung: Wenn Du es Dir schon zutraust und es ausprobieren möchtest, kannst Du auch schon in eine eigene Wohnung ziehen, in der Du dann betreut wirst.
  • Andere Wohnform: Es sind auch andere individuelle Wohnformen möglich.
Wir begleiten Dich, solange Du dies wünschst und brauchst.