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Über uns


Das Robert Perthel-Haus ist eine Einrichtung der Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII für Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene, die von psychischer Erkrankung betroffen oder von seelischer Behinderung (siehe SGB VIII, Behinderung und Beruf) bedroht sind. Das vom Jugendamt zu prüfende Vorliegen einer seelischen Behinderung oder einer drohenden seelischen Behinderung führt ggf. zum Anspruch auf Eingliederungshilfe gemäß § 35a SGB VIII. Geprüft wird dabei, ob
  • die seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als 6 Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher
  • ihre Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist.
Eine Diagnose nach ICD 10 V (Kapitel F), die zu einem komplexen, fachübergreifenden Hilfebedarf führt, muss vorliegen. Aus konzeptionellen Gründen sollte beim jungen Menschen die Motivation, am Erfolg der Maßnahme mitzuwirken, vorhanden sein. Dabei ist die episodenhafte, häufig auch zur Chronifizierung neigende Natur der psychischen Erkrankung zu berücksichtigen.

Die Intensivpädagogische Verselbständigung (IPV) richtet sich insbesondere an die jungen Menschen, die trotz ihrer Erkrankung den Wunsch und den Willen nach einer möglichst eigenständigen Lebensführung und Wohnform haben, aber dennoch einen eigenen hohen Unterstützungsbedarf sehen. Die IPV baut auf den individuellen Fähigkeiten und Ressourcen auf.
Das Aufnahmealter liegt
Folgende Diagnosen nach ICD-10 Kapitel V (F) können zur Aufnahme führen, wenn aufgrund dessen ein fachübergreifender, komplexer Hilfebedarf vorliegt, der zu einer Einschränkung der Teilhabefähigkeit führen könnte:
Ein vorausgehender klinischer Aufenthalt ist für die Aufnahme im Robert Perthel-Haus nicht erforderlich. Die Vermittlung kann auch aus einer ambulanten Behandlung heraus oder durch einen niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater angeregt werden, um einem Klinikaufenthalt vorzubeugen.
Der komplexe Hilfebedarf beschreibt eine Situation, die die Kooperation mehrerer Institutionen erforderlich macht, z.B.:
  • Jugendhilfe
  • Schule
  • Arbeitsagentur
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie / -psychotherapie
  • Anbieter berufsvorbereitender (Reha-) Maßnahmen
  • sowie u.U. weiterer Institutionen
Komplexer Hilfebedarf liegt vor, wenn alternierend
  • die multiprofessionelle Analyse der Störung ergibt, dass verschiedene Hilfsansätze gleichzeitig oder in einem abgestuften Hilfekonzept notwendig sein werden oder
  • die Hilfsansätze unterschiedlicher Professionen zum Einsatz kommen sollen, um den Hilfeerfolg und die Stabilisierung des Erfolges sicherzustellen oder
  • eine Abstimmung über die Einsatzform und den Einsatzpunkt der unterschiedlichen Hilfearten unabdingbare Voraussetzung für den erfolgreichen Verlauf der Hilfe ist.
Bei Vorliegen folgender Aspekte ist eine Aufnahme im Robert Perthel-Haus (noch) nicht möglich:
  • gravierende Lernbehinderung, geistige Behinderung
  • im Vordergrund stehender Suchtmittelkonsum
  • Dissozialität oder Störung des Sozialverhaltens
  • akut psychotische Symptomatik
  • akute Suizidalität
  • Menschen, die aufgrund bestehender Behinderung oder Krankheit einer intensiven pflegerische Versorgung oder spezielle Ausstattung bedürfen
Die Arbeitshilfen des LVR zum § 35a SGB VIII finden Sie hier.